27. Aug, 2020

Mein Blog

💕Lass Dich von Niemanden aufhalten (Teil 5)

...es ist meine Geschichte und meine Sichtweise Deine kann natürlich komplett anders aussehen...

💕 Ich möchte Dir einfach nur Mut machen Dich selber zu leben. Dir Mut machen Dich authentisch zu zeigen. Denn wahre Größe fängt für mich da an wo man es wagt sich so zu zeigen wie man ist. Und auch wenn Du momentan diese und jene Verhaltensweise hast. Dieses und Jenes Leiden es ist nur eine Momentaufnahme. Das System in dem wir leben hat allen großen Schaden zugefügt und allein das Du noch Dein Leben einigermaßen auf die Reihe bekommst grenzt an Wunder. Deshalb nimm Dich dafür in den Arm und sei bewusst was Du Deine gesamte Lebenszeit alles meistern musstest. Ich verneige mich vor Dir dafür💕...und ich verneige mich vor all den positiven Seelen die es auf der Erde nicht geschafft haben💖Om Shanti

💕 Hatte ich eigentlich schon erzählt was ich Neben-...äh Hauptberuflich tat😂!? Ich arbeitete mit Kindern. Dieses Berufsbild nennt man Erzieherin. Die Erwachsenen wagen es sich in die Vollkommenheit der Kleinsten einzugreifen und diese mit ihren Ansichten vollzupumpen😒😢. Die Kleinsten werden schön vorbereitet um im System zu funktionieren.
Und das Traurige die Erwachsenen haben es als Kind ja auch nicht anders erfahren. Es ist halt einfach so und wird so weiter gemacht.
Ich arrangierte mich also mit meinem Job. Ich gab mein Bestes.
Ich erwischte mich aber auch oft unter diesem heftigen Druck manchmal überzureagieren. Wenn man z.B. mit 22 Kindern allein in der Gruppe war und versuchte den Überblick zu behalten.
Mein Traum war es aber irgendwann mal hauptberuflich Menschen bei Ihrer Transformation zu unterstützen. Nur wie ich da hin kommen sollte wusste ich damals noch nicht (mehr dazu in einem späteren Poste). Also begann ich erst mal nebenberuflich mir die Arbeit mit Erwachsenen aufzubauen.

💕 Mein Vater erkrankte an Krebs.
Mein ein und alles. Er war genau meine Linie. Er widmete sein ganzes Leben der spirituellen Suche. Er war auch ein Schüler von Osho in den 80igern. Und seine Verbindung zu OSHO hielt bis an sein Lebensende an. Jeden Tag meditierte er. Er war meist fröhlich, dankbar und freundlich. Viele die ihn kennen lernten sagten er sei wie ein Engel. So gut. So bewusst.
Diese Phase in meinem Leben war eine große Herausforderung für mich. Über diese Phase könnte ich ein eigenes Buch schreiben, weil es so tief ging. Ich werde mich kurz fassen. Es löste so viel in mir aus zu wissen das er Krebs hatte. Er und ich redeten viel darüber. Er sah es als eine Art Reise an. Er war zu Beginn überzeugt diese Reise zu gewinnen. Also damit meinte er den Krebs zu besiegen. Der ganze Prozess dauerte 4 Jahre. Und ich konnte mich niemals mit dem Gedanken anfreunden das er irgendwann nicht mehr da sein würde. In dieser Zeit ging ich extrem oft in die Stille, suchte Heilräume auf und versuchte mich so gut wie es ging um mich zu kümmern. Mein Vater schrieb noch drei Bücher in dieser Zeit. Es war eine echt heftige Zeit für seinen Körper. Aber er meisterte das Ganze mit Bravour und großer Bewusstheit.

💕 Mein Vater und ich begannen ein Jahr vor seinem Tod einen Vater-Tochter Satsang anzubieten. Vielleicht der erste Vater-Tochter Satsang den es weltweit gab. Aber da seine Krankheit stärker wurde konnten wir unser Vorhaben nicht weiter vergrößern. Das war sehr traurig. Aber demütig nahmen wir alles an was das Leben uns brachte.

💕In der letzten Woche bevor er seinen Körper verließ verbrachte ich mit ihm die Zeit. Komischerweise war die letzte Woche leichter wie die ganze Zeit während seiner Krankheit für mich. Es lag eine Art Unendlichkeit in der Luft. Der letzte Abend bevor er dann endgültig in seinen "Sterbeprozess" eintauchte saßen wir noch mal zusammen auf dem Sofa und er war so fröhlich. Lachte leise und genoss den letzten Moment zusammen. Dann die Tage danach tauchte er ab in den Prozess des Sterbens.

💕Es lag diese tiefe Unendlichkeit in der Luft. Es war wie eine tiefe Meditation für mich. Ich fühlte mich sehr verbunden mit ihm obwohl er kaum noch ansprechbar war.

💕 In der Nacht als er seinen Körper verließ riss meine Mutter mich aus dem Schlaf. Er wartete auf uns beide. Der Moment als er ging war wunderschön. Er starte voller Erfurcht, Neugier und Aufregung der Neuen Ebene entgegen. Es war ein magischer Moment. Ich saß nur voller Präsenz da und schenkte meine gesamte Aufmerksamkeit dieser Situation. Es kam kein einziger Gedanke in mir hoch das hier etwas falsch lief. Es fühlte sich sehr natürlich an was da passierte. Die Trauer und der Schmerz kam erst danach.

💕 Der Tag nach dem er seinen Körper verlassen hatte schenkte ich ihm eine kleine Sannyascelebration. So hatte er sich das gewünscht. Bei OSHO wird gefeiert wenn jemand diese Ebene wechselt. Ich tanzte, sang und weinte um ihn herum. Ich spürte er war noch da. Ich legte mich auf den Boden neben sein Bett wo sein Körper lag. Ich schloss meine Augen. Plötzlich erschien er mir im morphischen Raum. Sein Gesicht und seine Haare waren ganz weiß. Er hatte geschlossene Augen. Er erholte sich von all den Strapazen so machte es mir den Anschein. Es schien alles friedlich zu sein.
Die Nachbarn in diesem Dorf wunderten sich wohl😂 das jemand tanzte, sang und weinte wenn jemand starb. Meine Mutter riss das Fenster auf und die Musik drang nach draußen.

💕 Lange danach stellte ich mir noch viele Fragen warum er den Krebs nicht besiegen konnte. So ein bewusster Mensch. Die Antworten kamen erst Jahre danach zu mir. Er musste ein Karma abtragen. Da gab es kein Entkommen. Ich fragte mich ob er seine Aufgaben schon alle erfüllt hatte auf der Erde und ob er noch mal hier her kommen müsse. Diese Frage beantwortete er mir mit einer Botschaft erst vor 2 Wochen: Meine Mutter schickte mir eine Collage zu seinem Todestag zu auf der stand: "2 Years ago Monas Svadharma left his body and wrote in the last days of his life: Please do not worry about me so much...And when a shooting star streaks through the blackness, make a wish and think of me. I lived, loved and never will come back."
Hier kam meine lang ersehnte Antwort 💕 Ich war sehr glücklich über diese Nachricht. Ich weiß er ist jetzt in höher schwingenden Dimensionen. Heute weiß ich wir werden uns dort wieder sehen.
Ich führe das weiter was er nicht zu Ende bringen konnte. Denn es spielt keine Rolle wer es macht da er und ich eine Linie sind.

💕Nach diesem tief prägenden Erlebnis wo ich mich bewusst dem dem Thema Abschied hingab konnte ich mich von meinem langjährigen Freund (ich hab im Poste davor davon erzählt) trennen. Es schien so als wäre ich so krass durch meine Wunde gegangen das diese tiefe Alleinseinsangst heilte. Heute weiß ich das es nicht nötig ist so lange Heilungswege zu beschreiten. Heute weiß ich durch meine Arbeit es geht viel leichter. Aber damals wusste ich es nicht anders. Ich musste Schicht für Schicht langsam ablegen.

💖Lebe nur für Dich und werde die Höchste Version Deines Selbst💖

💖Fortsetzung folgt.....